Die Geschichte des Rosenakhauses

Projektbericht des Vereins ?Rosenak-Haus?: Konzeptentwicklung der Wanderausstellung ?Die Geschichte des Rosenakhauses? in Kooperation mit Schülern und Schülerinnen

Projektlaufzeit: Oktober bis Ende Dezember 2007

Arbeitsschritte:
 
  1. Kontakte zu Bremer Schulen
In einem ersten Schritt wurde der Kontakt zu Bremer Schulen hergestellt.
Vorgespräche mit Lehrern
Vorgespräche wurden mit den beteiligten Lehrerinnen und Lehrern geführt:
Hierzu gehören: Frau Inge Brücker-Götz von der Integrierten Haupt- und Realschule in der Helgolander Straße; Herr Kai Söther vom Hermann-Böse-Gymnasium, sowie Herrn Stefan Ambrosius von der Oberstufe in der Delmestraße.
 
Präsentation des Projektes in Bremer Schulen
Nach diesen Vorgesprächen gaben die Teamerinnen eine kurze Einführung für die Schüler und Schülerinnen über das Projekt. Diese Einführungen fanden teilweise im Rosenak-Haus und an den beteiligten Schulen statt. Daraus ergaben sich folgende Teilnehmerinnen:
 
1. 24 Schülerinnen und Schüler einer 7. Klasse der Integrierten Haupt- und Realschule an der Helgolander Straße, mit den Lehrern Michael Rodenburg und Inge Brücker-Götz
 
2. 22 Schülerinnen und Schüler einer 8. Klasse des Hermann-Böse-Gymnasiums mit dem Lehrer Kai Söther
 
3. 15 Schülerinnen und Schüler aus der 11. Jahrgangsstufe der Oberstufe Delmestraße (außerhalb der Unterrichtszeit in Form einer Geschichtswerkstatt)
 
4. 16 Schülerinnen und Schüler aus der 12. Jahrgangsstufe der Oberstufe Delmestraße (Ansprechpartner Herr Stefan Ambrosius)
 
 
 
Themenfindung
Nach weiteren Treffen mit den einzelnen Schulgruppen, in denen u.a. das Projekt Stolpersteine vorgestellt wurde, suchten sich die Schülerinnen und Schüler ein Thema aus der Geschichte des ROSENAK-HAUSES aus, um es als Gruppe in weiteren Schritten zu bearbeiten. Im Vordergrund stand die Rekonstruktion des jüdischen Lebens in Bremen, um den Schülerinnen und Schülern einen persönlichen Zugang zur jüdischen Geschichte zu ermöglichen. Durch die vielen Aktivitäten konnten die Schülerinnen und Schüler Themen wählen, zu denen sie selber eine Verbindung haben, z.B. Jugendgruppen oder Migration. Anhand der Arbeit mit persönlichen Lebensgeschichten und authentischen Orten sind die Schülerinnen und Schüler in besonderer Weise zur Beschäftigung mit dem Schicksal und dem Verhalten von Menschen, die dort früher lebten oder heute noch leben, aufgefordert.
 
Recherche, Dokumentation und Auswahl
Parallel dazu wurde begonnen über Aktivitäten, die im Gemeindehaus stattfanden zu recherchieren. Hierzu wurde der enge Kontakt zu dem Projekt Stolpersteine gesucht, es wurde Material aus der Literatur und Primärquellen (Unibibliothek und Staatsarchiv) gesammelt. Erste Recherchen zu noch lebenden Zeitzeugen erfolgten und einzelne Kontakte wurden bereits aufgenommen.
 
Ausgewählte Themen
Die einzelnen Gruppen entschieden sich für folgende Themen:
 
1. Kinderbiografien (7. Klasse Helgolander Straße):
Die Schülerinnen und Schüler recherchieren und beschreiben die Geschichte ehemaliger jüdischer Kinder aus Bremen. Hier liegt ein Schwerpunkt auf der Geschichte der Kindertransporte nach England. Dazu wurde zunächst das Buch über die Lebensgeschichte Lottie Levy-Abrahams genutzt.
 
2. Migration (8. Klasse Hermann-Böse-Gymnasium)
Die Schülerinnen und Schüler verfolgen die Lebens- und Migrationsgeschichten ehemaliger Bremer Juden. Recherchiert wird hier nicht nur unter biografischen Gesichtspunkten, sondern auch in Bezug auf die Bedingungen in den Einwanderungsländern.
 
3. Zeitzeugen im Schnoor (11. Jahrgang Delmestraße)
Die Schülerinnen und Schüler machen sich auf die Suche nach der Geschichte des Gemeindehauses im Schnoor. Nachbarn sollen ebenso befragt werden, wie überlebende Zeitzeugen. Die Arbeit soll mit Hilfe von Filmaufnahmen dokumentiert werden.
 
4. Sportvereine (12. Jahrgang Delmestraße)
Die Schülerinnen und Schüler wollen etwas über den jüdischen Sportverein recherchieren. Es werden auch heute noch/wieder existierende Sportvereine in die Recherche miteinbezogen. Die Verdrängung der Juden aus dem öffentlichen Leben wird ebenso thematisiert werden.
 
5. Täter-Opfer-Perspektiven (12. Jahrgang Delmestraße)
Die Schülerinnen und Schüler wollen Lebensgeschichten recherchieren und sich nicht nur auf die Opferseite beschränken, sondern auch zu der Frage der Schuld an der Diskriminierung und Verfolgung von jüdischen Bremerinnen und Bremern arbeiten.
 
6. Zionistische Vereinigung (12. Jahrgang Delmestraße)
Ausgehend vom damals existierenden Verein der Zionistischen Vereinigung wollen die Schülerinnen und Schüler zu diesem Themenkomplex sowohl biografisch als auch gesellschaftspolitisch arbeiten.
 
7. Zeitzeugen (12. Jahrgang Delmestraße)
Die Schülerinnen wollen Interviews mit Zeitzeugen führen und dokumentieren. Diese Interviews werden in Form von Briefwechseln oder der persönlichen Begegnung entstehen. 
 
Ergebnis
Zum Ende des Projektes erhielten die Schülerinnen und Schüler jeweils eine Arbeitsmappe, anhand der das gewählte Thema vertieft und bearbeitet werden kann. Neben Arbeitshilfen zur Recherche in Archiven, im Internet oder in Bibliotheken gibt es Hinweise zum gewählten Thema, erste konkrete Vorschläge zur Erarbeitung von Biografien (kurze biografische Anmerkungen zu einzelnen ehemaligen Bremer Juden), Literaturtipps, sowie ein Arbeitsplan.

Ohne Beschreibung

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