Rosenak Haus Ausstellung 2008

Schülerinnen und Schüler auf den Spuren jüdischer Geschichte(n) in Bremen:
Zur Rekonstruktion der Geschichte des ehemaligen jüdischen Gemeindehauses.
Ende des Jahres 2007 startete der Verein ?Rosenak-Haus e.V.? ein Schulprojekt, um vorwiegend anhand von biografischen Zugängen
das Leben der Israelitischen Gemeinde Bremen gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern zu erforschen. Ziel war es eine Ausstellung
zu erarbeiten, die die Themen der einzelnen Gruppen widerspiegeln und die die Schülerinnen und Schüler selbstständig erarbeiten
sollten.

Mitgearbeitet haben an diesem Projekt:
die 7 c der IS Helgolanderstraße mit den Lehrern Inge Brücker-Götz und Michael Rohdenburg
die 8 b des Hermann-Böse-Gymnasiums mit dem Lehrer Kai Söther
die Geschichtswerkstatt des 11. Jahrgangs der Gymnasialen Oberstufe der IS am Leibnizplatz
und Schülerinnen und Schülern des 12. Jahrgangs der Gymnasialen Oberstufe der IS am Leibnizplatz

Die einzelnen Themen der Gruppen waren: Biografien von Kindern; Auswanderung;
Antisemitismus; Sportvereine; Interviews mit Zeitzeugen.

Anhand einer vorbereiteten Arbeitsmappe und des Besuches außerschulischer Lernorte, erarbeiteten die Schülerinnen und Schüler die Themen mit Hilfe der Projektmitarbeiterinnen. Hierfür war eine Einführung in die Benutzung des Staatsarchivs ebenso wichtig, wie das Bearbeiten der vorhandenen Primärquellen (wie z.B. dem Gemeindeblatt) und dem Auswerten der einschlägigen Literatur.
Die Schülerinnen und Schüler fotografierten außerdem ehemalige Wohnorte. Sie erforschten Familienzusammenhänge, die in der Erstellung von Stammbäumen ihren Ausdruck fanden und schrieben Briefe an Überlebende. Die Schülerinnen und Schüler besuchten die Synagoge der jüdischen Gemeinde in Schwachhausen, wo.sie mit heute in Bremen wohnenden Juden ins Gespräch kamen.


Insbesondere konnten einige Schülerinnen und Schüler den Zeitzeugen Herbert Goldschmidt mehrere Tage in Bremen begleiten. Er besuchte das ehemalige Gemeindehaus – das Rosenak-Haus. Dort erinnerte er sich an seine Zeit in der Religionsschule und an den Teil seiner Familie, der die Reichspogromnacht unmittelbar in der benachbarten ehemaligen Synagoge erlebte. Den Besuch von Herbert Goldschmidt dokumentiert ein Film, den die Geschichtswerkstatt der Gymnasialen Oberstufe der IS am Leibnizplatz erstellte.

Die 7 c der Helgolanderstraße übernahm im Zuge des Projektes die Patenschaft für
einen Gedenkstein in Walle, der an Herbert Goldschmidts Cousin Manfred Posener
erinnert.

Die 8 b besuchte gemeinsam mit der 7. Klasse das Auswandererhaus in Bremerhaven und recherchierten in den dort vorhandenen Datenbanken. Ihr Ziel war es darzustellen, unter welchen Bedingungen die Menschen aus Deutschland fliehen mussten.

Entstanden sind so einzelne Ausstellungsplakate, die die Ergebnisse der Schülerinnen und Schüler präsentieren.
Das Anliegen des Vereins „Rosenak-Haus e.V.“ ist es die Geschichte der ehemaligen jüdischen Bremer nicht in Vergessenheit geraten  zu lassen. Unter dem Motto: erinnern-aufklären-begegnen soll Geschichtsvermittlung an authentischem Ort ermöglicht werden.

Projektleitung: Carola Krüger und Sonja Sawitzki
Mitarbeiter: Julia Giwerzew, Lutz-Michael Linke, Jeannette Meyer
Kooperation: Dr. Barbara Johr/Projekt Stolpersteine

Gefördert durch: Leo Baeck Programm „Jüdisches Leben in Deutschland“ und Lokaler Aktionsplan „Vielfalt Bremen“


Dateianhänge und Downloads


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