Bremer Schüler und Schülerinnen erleben und setzen sich mit dem aktuellen jüdischen Leben auseinander

Im Rahmen des Projektes ?Bremer Schüler und Schülerinnen erleben und setzen sich mit dem aktuellen jüdischen Leben auseinander? fand am 15.06.2009 eine Begegnung zwischen einer von Erich von Hofe betreuten neunten Klasse vom Schulzentrum Findorff und jungen Mitgliedern der jüdischen Gemeinde Bremen statt. Sie wurde gefilmt, um die Ergebnisse später auf einer DVD veröffentlichen zu können. Ein Gemeinschaftsprojekt der Hochschule für öffentliche Verwaltung und dem Schulzentrum Findorff.

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Die Begegnung begann gegen 9 Uhr mit einer Führung der jungen jüdischen Mitglieder durch die jüdische Gemeinde Bremen unter der Leitung der Vorsitzenden der jüdischen Gemeinde Bremen, Elvira Noa. Um einen ersten Einblick in das lebendige jüdische Leben zu ermöglichen, startete die Führung mit einem Besuch des Kindergartens. Unter anderem wurde der Tagesablauf in dem Kindergarten besprochen. Direkt im Anschluss ging es in das Jugendzentrum der jüdischen Gemeinde Bremen. Hier standen unter anderem verschiedene Aktivitäten der Jugendlichen im Vordergrund, wie beispielsweise die Teilnahme an einem dem Eurovision Song Contest ähnlichen Wettbewerb, die durch Bilder und später durch Musik veranschaulicht wurden, die Ausbildung zu Jugendleitern oder das Zusammentreffen mit jüdischen Jugendlichen aus anderen Städten in Ferienlagern, die nicht nur in Deutschland, sondern etwa auch in Israel angeboten werden. 

Nach diesen auf Kinder und Jugendliche bezogenen Stationen stand der Besuch des Vorraums zur Synagoge auf dem Programm. In diesem Vorraum konnte die Schulklasse einen Blick auf die Tafel der Gefallenen des 1. Weltkrieges werfen, um dann anschließend verschiedene religiöse jüdische  Utensilien näher betrachten zu können und über diese informiert zu werden. Die nächste Etappe führte in die Synagoge selbst. Dort standen die jüdische Religion und diverse Symbole im Vordergrund.
Eine kurze Pause nach der Führung bot die Möglichkeit, die eindrucksvollen Impressionen verarbeiten zu können und sich mit Getränken und Gebäck zu versorgen. Nach einer mündlichen Einleitung von Erich von Hofe und dem Projektverantwortlichen Rainer Hoffmann von der Hochschule für Öffentliche Verwaltung Bremen und dem Institut für Polizei und Sicherheitsforschung folgte eine etwa 1.5 stündige Diskussionsrunde im Kiduschsaal, in welcher ein erster Austausch zwischen den Schülern und Schülerinnen sowie den jungen Mitglieder der jüdischen Gemeinde stattfand. Fragen lauteten beispielsweise, wie man überhaupt Jude werde und wie die jungen Mitglieder damit etwa in ihrer Schulzeit umgegangen sind, es dort irgendwelche Probleme im Zusammenhang mit dem jüdisch-Sein gab und wie sie aktuell mit ihrer Religion umgehen. Befragt wurden in diesem Zusammenhang auch die Schüler und Schülerinnen, welchen Stellenwert Religion für sie einnimmt und ob und wie sie ihre Religion ausleben. Angesprochen wurden neben weiteren Fragekompexen auch Diskriminierung gegenüber Juden, Rechtsextremismus und die jüdische Identität.  
Zum Ausklang wurde ein Film der jüdischen Gemeinde Bremen über einen Auftritt beim Song Contest vorgeführt. Die Begegnung endete nach mehr als drei spannenden und lehrreichen Stunden in der jüdischen Gemeinde Bremen.  

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