Die Zahl Rechtsextremer in Netz steigt

Das Web 2.0 ist frei und für jeden zugänglich. Das ist eigentlich eine tolle Sache, doch so haben auch Rechte leichtes Spiel im Internet. Ungestört können sie ihre Hassparolen verbreiten und sich in Online- Communities verlinken. Ganz gezielt richten sich die Nazis an Jugendliche und Kinder um ihr Gedankengut zu verbreiten.

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Die Zahl rechtsextremer Webinhalten ist in den letzten Jahren erschreckend angestiegen. Momentan zählt die gemeinsame Stelle der Bundesländer mehr als 1.870 Websites aus der rechten Szene und mehrer Tausend Beiträge in Communities wie Facebook und auf Videoplattformen wie Youtube, alle mit rechtsextremen Inhalten. 2009 zählte jugendschutz.net lediglich 90 neonazistische Netzwerke, 2010 hat sich ihre Anzahl verdreifacht.

 
Durch die multinationalen Anbieter der Websites ist es oftmals schwierig Verantwortliche zu finden und Inhalte, die nutzergeneriert sind zu löschen. Gefordert wird nun, dass mehr technische und personelle Mittel eingesetzt werden um Kinder und Jugendliche auf Plattformen und in Communities effektiv vor rechten Hassinhalten zu schützen.
 
Wie man die Propaganda von Neonazis erkennen kann und was man dagegen tun kann, zeigt der Video-Clip „Wir sind online. Damit Neonazis offline gehen" bei YouTube, der gemeinsam von jugendschutz.net und der Online-Beratung gegen Rechtsextremismus entwickelt worden ist.
 
Die Bundeszentrale für politische Bildung, jugendschutz.net und die Online-Beratung gegen Rechtsextremismus stellten am 24.08.2010 in Berlin aktuelle Zahlen über den Missbrauch des Internets durch Neonazis vor und präsentierten Gegenstrategien.Die Berichte, Information und weitere Infos finden sie hier.

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