In einer Kombination, Theaterinszenierung des Stückes "Der Junge, der unsichtbar wurde" und die Entwicklung einer von Jugendlichen gestalteten Ausstellung zum Thema "Das Unsichtbare sichtbar " machen, soll das Augenmerk auf den nach außen unauffälligen Schüler gelenkt werden. Jeder Schultag entwickelt eine Dynamik, in der Kinder und Jugendliche untereinander und mit den Lehrerinnen und Lehrern kommunizieren. Stress und Gewalt ist nur eine Seite dieser Dynamik, dazu gehören auch ?Nichtgesehen werden?, ?Nicht verstanden werden?, ?sich überfordert fühlen?. All dies und das ?Betriebsklima Schule? soll als Prävention gegen Gewalt thematisiert und in den Schulklassen beleuchtet werden.



Das Theaterstück „Der Junge, der unsichtbar wurde“ handelt von einem äußerlich angepassten Jungen, der so unauffällig ist, dass er keine Aufmerksamkeit mehr erhält. Das Stück arbeitet mit dem Mittel der Groteske, bei der die versteckten
Gefühle des Jungen auf der Theaterbühne für das Publikum sichtbar werden, während die erwachsenen Protagonisten des Stückes, Eltern, Lehrer und Polizeibeamte, die aus der isolierten Sichtweise des Jungen gezeigt werden, nichts davon mitbekommen. Ob die einsame Gewalttat, auf die die Handlung zutreibt und bei der sich der Junge als Held fühlt, am Ende des Stückes real wird oder in der Fantasie verbleibt, bleibt offen und bietet Raum für Diskussionen.
Die begleitende Ausstellung
Ausgehend vom Theaterstück, das sich auf Gewaltfantasien zuspitzt, sollen Jugendliche unter Anleitung erfahrener Kunstpädagogen künstlerische Werke schaffen, die in einer öffentlichwirksamen Ausstellung gezeigt werden.
Gearbeitet werden soll in 6 Gruppen, die ihre Herangehensweise in Absprache mit den Teamern frei wählen. Es sollen Beiträge aus den Bereichen bildnerisches Gestalten, Fotografie, Skulpturen/Installationen, mediale Künste(Video, Web-Site-Entwicklung, Literatur/Poesie, Performance/Musik) für die Ausstellung entstehen.
Die begleitende Ausstellung wird im Haus der Wissenschaft durchgeführt. Die Gestaltung der Ausstellung erfolgt unter Mitwirkung der jugendlichen Künstler. Die Führung der Schulklassen durch die Ausstellung wird, nach dem schon bei der Ausstellung zur „Welle“, zur „Weißen Rose“ und zum „Tagebuch der Anne Frank“, durch Jugendliche erfolgen, die wiederum durch Workshops auf diese Aufgabe vorbereitet werden. Dadurch ist eine Kommunikation auf Augenhöhe gewährleistet.
Das Projekt startet mit den Proben zum Theaterstück „Der Junge der unsichtbar wurde“ am 1.2.2010. Die jugendlichen Teilnehmer werden bei Proben und öffentlichen Proben eingeladen und werden so am Prozess der Inszenierung teilnehmen. Die Premiere wird 22.April sein, anschließend geht das Stück in die Aufführungsserie. Schüler, die als Publikum die Aufführung gesehen haben, können auch noch in den Gruppen aktiv werden.
Die Werke der Jugendlichen sollen bis zu den Sommerferien fertig sein. Die Ausstellung findet im Haus der Wissenschaft statt und zwar 13.September bis zum 25.September. Anschließend kann die Ausstellung auch an anderen Orten (Schulen, Jugendzentren) gezeigt werden, wobei andere Jugendliche sie durch eigene Beiträge ergänzen können (Nachhaltigkeitsprinzip).
Wer mitmachen will,
ob Jugendgruppen, einzelne Jugendliche ab 13 Jahren, Schulgruppen können sich beim Schnürschuh Theater Tel. 556550 telefonisch melden.
Premiere Theaterstück am 22.4.2010 20 Uhr
Die nächsten Aufführungstermine des Theaterstückes Der Junge der unsichtbar wurde im Schnürschuh Theater
Führungen für Schulklassen 9Uhr /10 Uhr 45/ 12 Uhr 15/
Das Theaterstück wird auch im September im Spielplan stehen und kann auch als Gastspiel an anderen Orten aufgeführt werden.
Träger des Projektes : Schnürschuh Theater Bremen
Buntentorsteinweg 145
28201 Bremen
Reinhard Lippelt
Tel. 0421/ 556550
FAX 0421/ 556535
Web-Site :www.schnuerschuh-theater.de
e-mail: lippelt@schnuerschuh-theater.de