Die Antidiskriminierungs-AG ?Werderfans gegen Diskriminierung? plant in der Hinrunde der nächsten Saison einen Aktionstag zu einem Spiel von Werder Bremen im Weser-Stadion, um die Werderfans zum einen auf Diskriminierung beim Fußball aufmerksam zu machen und sie zum anderen für ein couragiertes Auftreten gegenüber diskriminierenden Sprüchen und Handlungen im und um das Stadion zu sensibilisieren. Dieser Aktionstag soll frühzeitig von den Mitgliedern der Antidiskriminierungsgruppe vorbereitet werden. Dazu ist unter anderem ein Workshop eingeplant.

Im Stadion sollen am Aktionstag Faltblätter (Flyer) verteilt werden, die über die typischen Diskriminierungsformen (Rassismus, Antisemitismus, Homophobie, Sexismus) beim Fußball informieren und die Fans dazu aufrufen nicht wegzuschauen, sondern Zivilcourage zu zeigen. Der Flyer soll Hilfen an die Hand geben wie die Fans mit Diskriminierung in ihrem Umfeld umgehen können und wo und wie sie Hilfe erhalten. Mit dem Faltblatt sollen die Ziele der Antidiskriminierungsgruppe dargestellt und die Arbeit besser bekannt gemacht werden (E-Mail Adresse und Homepage). Darüber hinaus soll für eine breite Unterstützung der Gruppe geworben werden. Dazu werben wir auf unserem Flugblatt zum einen für mehr Teilnehmer, die nach dem Aktionstag zu einer Informationsveranstaltung in den OstKurvenSaal des Fan-Projekts Bremen eingeladen werden. Zum anderen für Spenden, um die Arbeit adäquat weiter führen zu können.
Der Aktionstag wird begleitet von Infoständen und einer Choreographie in der Ostkurve des Weserstadions, sowie einem Antirassismusfest nach dem Spiel im OstKurvenSaal des Fan-Projekts Bremen. Die Plakate, die von der AG entwickelt werden, informieren über rechtsextreme Codes und Symbole, die von rechtsextremen Fußballfans getragen und genutzt werden. Dabei geht es auch darum, das Fußballpublikum über Symboliken aufzuklären sowie für das Versteckspiel von Rechtsextremen zu sensibilisieren.
Ziele
1. Sensibilisierung der Werderfans für Diskriminierung und Rechtsextremismus und Aufklärung über Rassismus, Antisemitismus, Sexismus und Homophobie beim Fußball.
2. Mehr Courage und weniger Diskriminierung im Stadion.
3. Breitere Unterstützung der Öffentlichkeit für die Antidiskriminierungsarbeit beim Fußball.
Träger und Verantwortlich für den Aktionstag
Fan-Projekt Bremen, Thomas Hafke, Tel. 0421/498024, fanprojekt.bremen@gmx.de,
www.fanprojektbremen.de